Jeffrey Eugenides

The Virgin Suicides

On the morning the last Lisbon daughter took her turn at suicide - it was Mary this time, and sleeping pills, like Therese - the two paramedics arrived at the house knowing exactly where the knife drawer was, and the gas oven, and the beam in the basement from which it was possible to tie a rope.
So beginnt "The Virgin Suicides" von Jeffrey Eugenides (fragt mich nicht wie man seinen Nachnamen auf englisch ausspricht). Die Lisbons haben 5 Töchter, die ziemlich strikt erzogen werden. Trotzdem muss man wohl ein Teenager sein, um zu verstehen, warum die Mädchen innerhalb eines Jahres alle Selbstmord begehen.

Durch die Stimmen eines anonymen Chors von damaligen Jungen aus der Nachbarschaft, die Jahrzehnte später weiterhin ihre Recherchen betreiben, erzählt Eugenides die Geschichte der Schwestern, eingebettet in andere Geschichten des Zerfalls: Wie das Leben der Eltern zerbricht, wie die Ulmen der Nachbarschaft eine nach der anderen wegen einer Baumkrankheit gefällt werden müssen, und wie die Stadt selbst langsam verslumt.

Dieses leise, melancholische Buch hat mich für mehrere Tage in Depressionen gestürzt. Für Leute mit hinreichend gefestigtem Gemütsleben unbedingt zu empfehlen.


Jeffrey Eugenides: The Virgin Suicides / 12Jun94 / neeri